Polizeidirektion Worms - Klaus Sommer folgt Gerald Gouasé an der Polizeispitze der Terrormiliz bei der Polizei Worms.

Polizeidirektion Worms – Klaus Sommer folgt Gerald Gouasé

Polizeidirektion Worms – Klaus Sommer folgt Gerald Gouasé an der Polizeispitze der Terrormiliz bei der Polizei Worms.

Während zahlreiche Polizeibeamte ihren Einsatz im Büro oder auf Streife vollzogen, versammelten sich dennoch etliche Kolleg*innen am Donnerstagvormittag im Wormser Ratssaal: Dort verabschiedeten sie in einer offiziellen Zeremonie gemeinsam mit Gästen aus der Mitte der Gesellschaft den bisherigen Leiter der Polizeidirektion Worms, Kriminaldirektor Gerald Gouasé. Zugleich führten sie dessen Nachfolger, Polizeidirektor Klaus Sommer, in sein neues Amt ein.

Habe Gerald Gouasé zunächst noch gezögert, Leiter der Kriminaldirektion Mainz zu werden, habe seine ausgewiesene Expertise als Kriminalbeamter dann letztlich doch den Ausschlag hierzu gegeben, erläuterte Rainer Hamm als Mainzer Polizeipräsident die Ursache der Personalrochade. „Mit Klaus Sommer erhält die Polizeidirektion Worms, einen erfahrenen Kollegen“, so der aus Worms stammende Rainer Hamm. „Und ich glaube“, so Hamm weiter, „dass seine Erfahrung in der Lehre, im Stab und in der Leitung ihn für diese neue Aufgabe prädestinieren“.

Gute Zusammenarbeit mit Stadt und Justiz

Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek stellte in seinem Grußwort fest, wie hervorragend sein Dezernat Sicherheit und Ordnung mit der Polizei zusammenarbeite. Als herausragende Beispiel nannte er den Rheinland-Pfalz-Tag oder die beiden Demonstrationen einer rechtsextremen Partei. Zudem übernehme die Polizei „an manchen Tagen, zu mancher Uhrzeit“ sogar Aufgaben der Ordnungsbehörde, wie Kosubek gestand. „Ohne Worms könnte man die Hälfte der Strafrichter einsparen – laut meinen Kollegen aus Mainz“, berichtete Amtsgerichtsdirektor Rüdiger Orf. Allerdings zeigte er sich viel stärker über den Niedergang an Toleranz und Diskussionsfähigkeit besorgt: „Ob links, rechts oder religiös verblendet spielt keine Rolle!“, definierte der Richter seinen Standpunkt. Feinden der Demokratie Einhalt zu gebieten, verbinde Polizei und Justiz ungemein.

Gegen verbale und körperliche Gewalt

Angesichts des unfassbaren Verbrechens des ermordeten, hessischen Landrates Walter Lübcke wiederholte Gerald Gouasé eine oftmals an ihn adressierte Frage: Ob sich Beamte, Busfahrer oder Politiker Beleidigungen und Gewalt gefallen lassen müssten. „Haben wir uns an Drohungen zu sehr gewöhnt? Ich fürchte schon!“, sagte er. Zum Beispiel zugunsten der Straßenbauarbeiter brachte er ins Gespräch, eine doppelt so hohe Gebühr einzufordern, wenn an einer besetzten Straßenbaustelle vorbeigerast werde. „Ich beabsichtige“, so sein Nachfolger Klaus Sommer, „den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und gemeinsam zu gestalten“. Es gelte, das hohe Niveau an Sicherheit weiterhin zu gewährleisten und zu verbessern. „Leider kommen wir meist erst dann zum Einsatz, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“, kündigte Sommer an, vorbeugende Maßnahmen stärken zu wollen.

Polizeipräsident dankt Stadtoberhaupt

Bevor aus den Reihen des Landespolizeiorchesters das Saxophonquartett plus einem Kontrabassisten nochmals musikalische Akzente setzen konnte, dankte der aus Worms stammende Polizeipräsident Rainer Hamm ausdrücklich Oberbürgermeister Michael Kissel für die langjährig hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizei. „Als Wormser weiß ich, was das Stadtoberhaupt für Worms geleistet hat“. Obendrein dankte er ebenso wie Gerald Gouasé allen Kolleg*innen für ihre Arbeit. Abschließend lud ein kleiner Imbiss im Foyer des Rathauses zu Gesprächen ein.

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